Erziehung

„gesunde“ Distanz zum eigenen Hund

Hallo zusammen,

ich würde heute gerne über die Beziehung zwischen Mia und mir sprechen. Ich würde sagen, dass wir heute eine gesunde und gute Beziehung zueinander haben.

Doch was ist eigentlich eine gute Beziehung?

  • Wenn der Hund dir auf Schritt und Tritt folgt?
  • Wenn der Hund immer wieder Blickkontakt sucht?
  • Wenn ihr entspannt spazieren gehen könnt und der Hund im gegenseitigen Vertrauen vorauslaufen kann?

Es gibt meiner Meinung nach viele verschiedene Aspekte für eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund. Das Wichtigste dabei ist jedoch, sowohl die Persönlichkeit des Halters als auch die Persönlichkeit des Hundes zu berücksichtigen.


Früher sah die Beziehung zwischen Mia und mir folgendermaßen aus:

Bei Spaziergängen lief Mia immer fröhlich voraus. Egal ob an der Leine oder leinenlos – sie rannte, erkundete, nahm mich dabei nicht wahr. Sie schaute vielleicht zwischendurch kurz in meine Richtung, doch das beeinflusste unsere Interaktion nicht. Sie ging für sich spazieren, ich ging für sie spazieren. Wenn wir z.B. Ball spielten oder Leckerlies versteckten, wartete sie auf mein Kommando, um sich auf die Suche zu machen. Doch irgendwie blieb es auch dabei, ich hatte das Gefühl, dass sie nicht „bei mir war“. Auch ich war eine Zeit lang resigniert und empfand die Spaziergänge als ein „Muss“. Wie schnell vertrieb sich doch die Zeit mit dem Handy vor der Nase oder am Ohr. Mia konnte dabei frei rennen, ihr Geschäft machen oder sonst etwas tun, was ihr Spaß machte. Sie lief ja sowieso nicht mit mir!

Wenn wir auf der Arbeit oder unterwegs waren, orientierte Mia sich häufig an mir. Sprich, sie blickte mich unverwandt an. Insbesondere, wenn Kollegen etc. kamen und sie streicheln wollten. Wie schön hätte ich ihr damals zeigen können, dass sie mir vertrauen kann und dass ich die Situation für sie übernehme. Habe ich aber leider nicht. Ich habe ihre Körpersprache damals völlig fehlgedeutet. Wie oft fragte ich mich, wieso sie mich die ganze Zeit anstarre und was sie wohl möchte. Dachte, vielleicht sei ihr langweilig. Ich las auch bei Google nach. Google, ja, ja… Da wird jeder Schnupfen schnell zu Krebs und ein recht normaler Hund wird zu einem Kontrollfreak, der dich mit seinen Blicken dominieren möchte. Entsprechend versuchte ich damals eine Zeit mit ihr zu üben, dass sie in der Wohnung auf ihrem Platz bleiben und entspannen kann.

Mia als wohlerzogener Hund blieb teilweise auch auf ihrem Platz – aber sie entspannte nicht. (Wie auch? Sie wusste durch unsere mangelnde Beziehung nicht, welche Aufgabe sie zu erledigen hatte). Dies führte immer wieder dazu, dass Mia zwar gehorsam auf ihrem Platz blieb, aber unentwegt fiepte und winselte. Google riet mir damals zu einem – durchhalten! Auf der Arbeit vertrat ich ja, wie ihr aufmerksamen Mitleser wisst, die allgemeine Information, dass mein Hund doch bitte einfach ignoriert werden sollte, da sie lernen musste, dass der Besuch nicht für sie in den Raum kam.

Dass ich Mia und mich zu solchen Auszeiten zwang, hieß nicht, dass ich sie nicht liebte. Ich war mir völlig sicher, richtig zu handeln. Und wenn ich gerade mal schwach war und kuscheln wollte, quietschte ich nach Mädchenmanier auf, gab ihr verrückte Spitznamen und „flauschte“ und streichelte sie wild – sie drehte immer auf, wenn ich das tat. Rannte herum, griff nach ihren Spielzeugen, warf sich verrückt auf den Boden. Oh weh – was habe ich getan?

Ein wichtiger Punkt wäre noch zu erwähnen. Egal ob Mia und ich unterwegs waren oder ob wir zuhause waren. Gedanklich drehte sich alles um sie. Ich schaute häufig zu ihr, kontrollierte, ob sie sich benahm. Wenn sie den Raum verließ, schauten Ole und ich teilweise nach dem Rechten, in der Erwartung dass sie irgendetwas fräße oder sonst irgendeinen Unsinn anstellte (in den ersten Wochen der Übernahme hatte sie z.B. regelmäßig Socken verschluckt und spät nachts wieder ausgekotzt). Dies führte natürlich dazu, dass Mia häufig auf halbem Wege umdrehte und wieder zu uns kam. Dann stand sie wedelnd und erwartungsvoll schauend vor uns. Wir wollten doch gar nichts – nur kontrollieren… Abgesehen davon hatten wir sie immer scharf im Blick. Aus Sorge, aus Kontrolle, aus Interesse… Ich weiß es nicht.

Wir deuteten all ihre Blicke, analysierten ihre Körpersprache, wurden zu Möchtegern-Hundeexperten. Zusätzlich ließen wir sie auch nicht aus den Augen, wenn sie mit anderen Menschen spielte oder gestreichelt wurden. War das Misstrauen? Missfallen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber Mia war für uns damals schon auffällig und wir dachten wahrscheinlich sowohl, dass sie sich falsch verhalten könnte, als auch dass die Menschen sie eventuell falsch lesen und etwas falsch machen könnten. Im Prinzip kann man sagen, wir ließen sie in Gedanken nicht los.

Wir hatten kein Vertrauen in Mia und sie konnte keine gute Beziehung zu uns aufbauen. 

Richtig bewusst wurde uns das in unserem Hundetraining bei Carsten. Bereits bei unserem ersten Einzeltermin stand ich vor unserem Aquarium und quietschte zu Ole: „Schau mal, unser Baby-Antennenwels!“ Carsten lächelte etwas schief und sagte: „Hoffentlich sprichst du so nicht mit Mia!“ Ole grinste mich hinter Carstens Rücken vielsagend an. Und wie ich so mit ihr sprach. Wie oft quietschte ich, erhob die Stimme, nannte sie „Mein Baby“ etc. Ich fragte ihn etwas verwirrt, was daran so schlimm sei. Er erklärte mir, dass im Prinzip nichts schlimm daran sei. Dass er nun aber Mias und meine Beziehung verbessern wolle und dass es wichtig sei, dass ich für meinen Hund authentisch und ehrlich rüberkomme.

Und mir wurde gesagt, ich muss nun „eine gesunde Distanz“ zu Mia aufbauen, wenn ich ihr helfen wollte. Im ersten Moment gefiel mir dieser Ausdruck gar nicht und ehrlich gesagt dachte ich mir innerlich, dass ich das bestimmt nicht machen werde. Ich hoffe, man nimmt mir diese anfängliche Abwehr nicht allzu übel. Ich stand auch diesem Hundetrainer anfangs nach den zwei vorherigen skeptisch gegenüber. Und dennoch begann dann die erste Aufgabe, die ich euch ja bereits ausführlich geschildert habe. Und zwar das Anleinen auf dem Kissen, um Mia ihren Platz zu zeigen und ihr den Druck zu nehmen, Aufgaben in der Wohnung ausführen zu wollen (und sei es, rastlos hinter uns herzulaufen, uns zu beobachten, jedes Mal aufzuspringen, sobald sich einer von uns bewegt). Für mich klang das erst einmal wie Tierquälerei. Zumal Mia auf ihrem Kissen in Ruhe gelassen werden sollte (Kein Streicheln, kein Kuscheln). Wenn wir sie ableinen wollten, mussten wir häufig stehen bleiben oder umkehren, so oft, bis sie ruhig war, wenn wir uns näherten und sich in völliger Ruhe ableinen ließ.

Obwohl ich skeptisch war, hielten wir diese Übung durch. Manchmal wurde ich schwach und begann Mia zu streicheln – teilweise führte das zu Streit zwischen Ole und mir. Carsten sagte mir darauf, dass ich Mia natürlich streicheln könnte, wenn es mir ein Bedürfnis war und ich das in diesem Moment brauchte. Diese Formulierung brachte mir Kopfzerbrechen – sie implizierte ganz klar, dass das Bedürfnis zum Kuscheln von mir ausging, aber in diesem Moment Ruhe für meinen Hund vielleicht viel besser wäre. Also gelang es mir besser, sie auf ihrem Kissen in Ruhe zu lassen. Wenn mein Bedürfnis übermächtig wurde, streichelte ich sie dennoch. Jedoch ganz anders als zuvor.

Ja, auch das Streicheln und Loben mussten wir bei Carsten neu lernen. Lobten wir vorher mit schriller Stimme, aufgeregtem Streicheln, „Suuuper“-Rufen oder streichelten sie schnell, weil sie dann so herrlich süß und verrückt wurde, mussten wir unser Verhalten nun komplett ändern.

Loben und Streicheln ging nur noch folgendermaßen: Ein tiefes, inniges, langsames Streicheln an Mias Seiten und Flanken. Irgendwann, nach ca. 3 Wochen passierte das erste Mal ein Wunder. Hatte Mia die vorherige Zeit immer Blickkontakt vermieden oder uns nur bedingt wahrgenommen, sah sie beim Streicheln plötzlich auf und blickte uns für einige Sekunden in die Augen. Wenn sie dies tat, sollten wir sie auch an der Brust langsam streicheln.

Auch auf die Leinenführigkeit bin ich bereits in vorherigen Texten eingegangen. Mia war nie leinenführig, bzw. interessierte sie sich bei Spaziergängen nicht für uns. Wie ich euch geschildert habe, fing sie in den ersten Trainingsminuten mit Carsten an, leinenführig zu werden. Und das bei einer Übung, die nicht primär der Leinenführigkeit galt. Und dieser Zustand blieb uns erhalten und besserte sich immer weiter. Carsten hatte häufig gesagt, der Hund muss „bei uns sein wollen“, wir werden ihn nicht zwingen, neben uns zu laufen. Anfangs dachte ich ganz ehrlich, das würde nie funktionieren. Mia war kein Hund, der bei uns laufen wollte. Und anfangs war es auch wirklich so. Sie blieb nur bei uns, wenn sie angeleint war und wir den Zischlaut übten. Danach rannte sie wieder vor und nahm uns nicht mehr wahr.

Doch wir übten weiter den Zischlaut, mit und ohne Leine, zeigten Mia, dass wir alle besorgniserregenden Reize für sie übernehmen würden. Und bei einem Spaziergang passierte dann das Wunder. Mia lief ganz entspannt neben mir her oder ein kleines Stück hinter mir. Ich musste sie förmlich losschicken, um die Gegend zu erkunden und ihr Geschäft zu verrichten. Danach ordnete sie sich wieder neben mir ein und lief ruhig neben mir her. Ich war etwas verdattert, erzählte Carsten, dass Mia sich nur noch an uns hielte und sich nicht traue, die Gegend zu erkunden. Er sagte nur: „Herzlichen Glückwunsch. Mia möchte bei euch laufen! Gesteht ihr das zu.“

Und so sieht es  heute aus:

Hört sie zuhause oder auf der Arbeit etwas, was ihr nicht geheuer ist, flitzt sie auf ihr Kissen, rollt sich ein und kommt zur Ruhe.

Bei Spaziergängen, vor allem wenn sie sich erschreckt, ordnet sie sich bei uns ein und läuft neben uns her.

Das alles geschieht ohne Kommando und ich weiß, dass Mia dabei ist, ihren Platz zu finden.

Es gab und gibt jedoch noch viel mehr, was wir üben müssen. Wie gesagt habe ich anfangs immer auf Mia geschaut, sie beobachtet, sie analysiert. Ganz ehrlich – das muss Mia verrückt gemacht haben, immerhin nimmt ein Hund so etwas ja wahr. Sie muss immer gespürt haben, hier ist kein Vetrauen, hier ist etwas nicht in Odnung, Frauchen ist unsicher. Was für eine Katastrophe bei einem so unsicheren Hund, der nach Beständigkeit und Sicherheit sucht.

Eine große Übung war es für uns, „nicht auf den Hund zu zischen“. Anfangs haben wir beim Zischen immer instinktiv auf Mia geschaut. Doch der Zisch soll nicht ihr gelten, soll sie nicht bestrafen. Der Zisch soll ganz klar auf den entgegenkommenden Reiz gehen und Mia signalisieren, dass wir uns dem Reiz annehmen. Das hat sowohl für Ole als auch für mich eine gewaltige Konzentration vorausgesetzt. Anfangs haben wir das wirklich nicht alleine hinbekommen. Immer wieder der Zisch auf Mia. Bis Carsten das eindringlich mit uns geübt hat. Augen schließen, nicht an den Hund denken, sondern an eine ganz andere Situation denken, die nichts mit Mia zu tun hat. Dann hat er Gegenstände an uns vorbei geworfen oder Geräusche verursacht. In diesem Moment sollten wir scharf zischen, nicht auf Mia schauen, nicht an Mia denken. Das war eine neue Erfahrung für mich. Gerade, weil ich Mia die ganze Übung über nicht anschauen durfte. Ich tat mich schwer daran, nicht über sie nachzugrübeln, war interessiert, wie sie sich verhalten hatte.

Im Nachhinein erzählte Ole mir, dass Mia bei dem Zischlaut ganz entspannt wurde und einfach neben mir liegen blieb. Ich konnte mir das kaum vorstellen – waren fliegende Gegenstände doch früher immer eine große Bedrohung. Ab diesem Tag übte ich verstärkt, Mia in meinen Gedanken loszulassen, um völlig bei ihr sein zu können. Das klingt irgendwie völlig ambivalent, doch der Erfolg gibt uns hierbei Recht.

Unsere Beziehung hat sich stark verbessert, es ist eine Bindung entstanden, die ohne Blickkontakt funktioniert. Wenn wir Mia nun außerhalb dabei haben, lassen wir sie machen. Wir legen ihr die Decke hin, sie kann jedoch erkunden und mit Menschen spielen, wenn sie das möchte. Wir beobachten sie nicht mehr rund um die Uhr, sondern sind entspannt und vertrauen ihr. Wir würden merken, wenn etwas nicht stimmt, weil Mia es uns zeigen würde. Insgesamt ist ihr und unser Verhalten viel, viel entspannter geworden. Sie traut sich langsam mehr zu. Manchmal, wenn Ole und ich auf dem Sofa sitzen, steht Mia plötzlich auf, verzieht sich auf ihr Kissen im Schlafzimmer und schläft dort weiter. Sie muss uns nicht mehr permanent beobachten, weil sie uns vertraut und weil sie weiß, dass sie entspannen kann.

Wenn ich sie streichle, bleibt sie ruhig sitzen oder legt sich entspannt ab, sucht häufig innigen und langen Blickkontakt und ich weiß – wir vertrauen uns. Der Unterschied jetzt ist auch, dass Mia die Nähe sucht und ich genau weiß, ob sie gerade gestreichelt werden möchte oder nicht. Sie stupst mich dann vorsichtig an oder drückt ihr Gesicht an mein Bein. Genauso respektiere ich es, wenn Mia entspannt und sich zurückzieht.

Zusammengefasst kann ich sagen: Ich musste erst eine gesunde Distanz zu Mia aufbauen und meine anhänglichen, egoistischen Bedürfnisse zurückstellen. Ich musste ehrlich und ruhig mit ihr umgehen und anstatt sie visuell zu kontrollieren, musste ich viel mehr mental in der Situation dabei sein und „spüren“, was Mia macht und was sie möchte. Ohne dabei andauernd daran zu denken, ob alles in Ordnung ist und ob ihre Körpersprache etwas zu bedeuten hat. Ich musste eine adäquate Distanz zu Mia finden, um unsere Beziehung zu verbessern.

 

 

20 Kommentare zu „„gesunde“ Distanz zum eigenen Hund

  1. Ihr seid ein so wunderbar harmonisches Gespann, es ist immer wieder eine Freude deine Beiträge zu lesen. Irgendwie klingt alles so einfach und schlüssig. Ich würde euch zu gerne mal beim Training zusehen. ☺
    Bindung und Nähe, das ist für mich enge Gemeinschaft ohne zu erdrücken.

    Gefällt 3 Personen

    1. Das klingt bestimmt besser, als es ist! Auch ich habe Tage, wo ich mir die Hände über dem Kopf zusammen schlage weil nichts funktioniert 😄 aber danach geht es wieder weiter.
      Wer weiß, vielleicht klappt es ja irgendwann mal. Das ist ja nur ein Katzensprung😉
      Zum Thema Bindung und Nähe kann ich dir nur zustimmen!

      Gefällt 1 Person

    1. Die Frage ist ja auch, ob es notwendig ist. Bei uns war es das definitiv. Ich habe Mia nicht ernst genommen und sie konnte noch nicht ernst nehmen weil ich nicht authentisch war 😃 so klappt es jetzt viel besser. Sie nimmt mich nicht nur wahr, sondern orientiert sich an meinem Tun..

      Gefällt 1 Person

  2. Das Quietschen finde ich generell gar nicht schlimm – wenn es angebracht ist 😀 Beim Abruf z.B.. Besonders Diego legt sich richtig ins Zeug wenn wir ihn rufen, er losmarschiert und wir dann „super super super“ quietschen und uns mega mit ihm freuen 😀 Zu hause, auf der Couch beim Streicheln wäre das hingegen völlig fehl am Platz 😀 Mein Mann musste auch erst lernen eine gesunde Distanz zu Kayla aufzubauen. Zu Hause. Egal wo sie lag oder stand, immer ganzer Körperkontakt, schnelles streicheln. Ich hab ihm immer versucht zu erklären dass er sie gerade bedrängt und sie schon Übersprungshandlungen zeigt. Richtig verstanden hat er es erst, als sie ihn einmal laut anschrie, ganz verzweifelt – als würde sie sagen wollen, lass mich doch, ich komme schon zu dir, von ganz allein. Da war er platt. Seitdem hält er sich sehr zurück, lässt sie zu sich kommen. Das Streicheln und Kuscheln kommt ja trotzdem nicht zu kurz 😀 Ich hatte schon immer die Einstellung dass die Tiere lieber zu mir kommen und signalisieren sollen ob sie gestreichelt werden möchten oder nicht. Auch Diego habe ich nie bedrängt mit „Zwangskontakt“. Und was war es für ein tolles Gefühl als er das erste Mal von sich aus auf meinen Schoß sprang, wie eine Katze Köpfchen gab und mich anstrahlte.. ❤

    An der Leine läuft er meist besser. Hattest Du das schon mal beschrieben wie es genau ausschauen soll – dass der Hund freiwillig bei einem läuft (also Übungen usw. ) oder hab ich das überlesen? Falls nicht, das würde ich sehr interessant finden. So lange nix zum Jagen auftaucht bin ich aber mit beiden zufrieden. Die Fortschritte sind ja zu erkennen 🙂 Auch wenn Kayla den Eindruck macht nur mit Laufen und Schnüffeln beschäftigt zu sein, so bald ich langsamer werde oder stehen bleibe, macht sie das normal auch und guckt mich an und wartet was ich ihr sage. Das finde ich schon ganz toll. Am Anfang hüpfte sie einfach nur an der Leine und zog mich kreuz und quer durch die Gegend. Auch an der kurzen Leine läuft sie entspannt neben mir. Beide ziehen eigentlich nur, wenn sie "Beute" sehen oder wissen dass nach der Runde ihr Futter auf sie wartet, da legen sie gleich einen Gang zu *gg*

    Liebe Grüße und weiter so 🙂

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    1. Jaa, manchmal quietsche ich auch noch 😆 aber wahrscheinlich authentischer als früher und die allgemeine Haltung ist eher viel ruhiger geworden, was für Mia auch wirklich wichtig ist.

      Was du mit deinen beiden schilderst, hast du ja auch eine Hand voll zu tun. Respekt, dass es da mit zwei so unterschiedlichen Hunden so gut funktioniert. Ich glaube, seinen Hund gut zu kennen und zu verstehen ist das A und O.

      Ich glaube, in meinem Text „das Training, der Schlüssel zum Erfolg bei unserer Geschichte habe ich das erwähnt. Ich schaue sonst später nochmal nach und vielleicht widme ich dem nochmal einen Beitrag 😃🐾

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      1. Das wäre total lieb. Ich denk diese Art des „Leinentrainings“ interessiert viele und hilft bestimmt weiter 🙂 Meine Zwerge sind da wie Feuer und Eis. Was Diego an Quietschen und extra Freiheiten braucht um selbstsicherer zu werden, braucht sie an Ruhe und gleichen Abläufen, auf die sie sich verlassen und an denen sie wachsen kann.

        Wääääh, Hunde kamen grad hochgestürmt. Natürlich quietsch ich. Kayla hüpft mir hochmotiviert (soll sie doch gar nicht mehr und macht sie zu Hause auch nicht) auf den Arm und verpasst mir einen Kuss *gg* Tja, selbst schuld. Ich hätt mich ja auch ruhig freuen können 😀 Sag mal, haart Deine Maus auch so schlimm? Meine sind seit zwei Wochen irgendwie wieder im Fellwechsel O_O

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      2. 😂 da hast du mich mit der Geschichte doch tatsächlich ziemlich amüsiert. Klingen süß die beiden!

        Alles klar, das kriege ich hin.☺

        Ja, Mia haar ziemlich, andauernd wird mir gesagt „Ich wusste gar nicht, dass ein Labrador so viel Fell hat“ und irgendwie hört es auch nicht auf. Heute erst wieder einen halben Hund aus der Wohnung zusammen gefegt 😀

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  3. Ich finde Deine Gedanken recht gut und meine auch, dass oft etwas Distanz Nähe schafft.

    Da Socke erkrankt ist, ist die Sache mit der Distanz zu Socke so eine Sache. Nicht nur, dass man immer ein Auge auf Socke hat (haben muss) , man sucht die Nähe, weil die Zeit so endlich erscheint.

    Aber die Distanz zur Erkrankung von Socke hat mir geholfen.

    Während ich früher allein bei den Gedanken an die Erkrankung und der Vorstellung von Schmerzen und Beschwerden oft in Panik verfallen bin, schaffe ich es heute ruhiger zu bleiben. Die Krankheit gehört zwar zu unserem Leben mit Socke, aber sie ist nicht das Leben mit Socke.

    So fällt es mir leichter die schönen Momente zu genießen und in den schwierigen Zeiten die Kraft zu haben, Socke zu unterstützen.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Ich finde, das hast du super geschrieben und ich denke auch, Nähe kann nicht falsch sein solange der Hund es genießt. Distanz zur Krankheit ist gut, sie soll das Leben ja nicht dominieren. Leichter gesagt als getan. Ich bin sicher das schafft nicht jeder so souverän wie ihr! Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Kraft, Nähe und Spaß im Leben 🍀

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  4. Weißt Du, ich könnte mir nicht vorstellen mit Mia zu leben. Sie ist wunderschön und heute auch ein toller Hund. Aber Euer Einsatz, Eure Konsequenz und Eure Stärke ist so bewundernswert. Ich glaube ganz ehrlich, dass ich kapituliert hätte.

    Die Erkrankung von Socke traf mich sehr schwer, aber sie hat mich stark gemacht, zur Kämpferin werden lassen und hat meine Sichtweise geändert. Dem fühle ich mich gewachsen und diese Aufgabe lässt mich wachsen. Insoweit glaube ich wirklich, dass jeder den Hund bekommt, den er braucht.

    Dabei möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich mir natürlich eine gesunde Socke wünschen würde. Aber ich kann unser Schicksal gut annehmen und ziehe meine Hut vor Menschen, die sich trauen einen Hund aufzunehmen, der es einem nicht leicht macht. Ihr habt meinen vollen Respekt.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Da kann ich dir wieder vollkommen zustimmen. Ich glaube man kann sagen, dass man den richtigen Hund gefunden hat, wenn man mit ihm völlig im Reinen ist und wenn er trotz „Fehlern“ gutes aus einem herausholen kann. ☺

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