Aus unserem Leben

Wochenrückblick 17.07. – 23.07. Bachblüten wirken nicht – oder etwa doch?

Hallo zusammen,

zugegebenermaßen war ich die letzte Woche nicht sehr aktiv, was meinen Blog oder das Verfolgen anderer Blogs anging. Dies lag jedoch nicht an mangelnden Ideen oder Desinteresse. Ich habe einfach die letzte Woche auf meinen heißersehnten Urlaub herausgearbeitet und nun ist er endlich da. Mich erwarten ENDLICH zwei Wochen, in denen ich ausschlafen kann, tun und lassen kann, was ich möchte. Und vor allem – wo ich mich Mia widmen kann, so wie sie es verdient.

Zunächst jedoch möchte ich darauf eingehen, was ich bereits in der Überschrift angedeutet habe. Und zwar hatte ich vor ca. einer Woche eine seltsame Idee, nachdem ich mehrere Artikel in verschiedenen Blogs zu diesem Thema gelesen hatte. Und zwar dachte ich mir: Wieso versuche ich nicht, Mia zusätzlich zu unserem fleißigen Training, mit Bachblüten zu unterstützen?

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was an dieser Idee seltsam sein soll. Dazu solltet ihr etwas über mich als Person erfahren. Ich bin eigentlich eine Frau, die nur an das glaubt, was sie sieht oder was wissenschaftlich belegt ist. Ich bin eine Atheistin, wie sie im Buche steht. Schon in der 6. Klasse fragte mich ein Religionslehrer ungläubig vor der ganzen Klasse, ob mir der Gedanke wirklich nichts ausmache, dass mein Körper irgendwann auf dem Komposthaufen endet. Schon damals habe ich mit den Schultern gezuckt und voller Überzeugung gesagt: So verläuft einfach der Tod nach dem Leben.

Genauso sehe ich das mit homöopathischen Mitteln und alternativer Medizin. Wenn ich die Wahl habe zwischen Schul- und alternativer Medizin, werde ich mich immer voller Vertrauen zu der Schulmedizin begeben. Mit 16 Jahren warnte mich mein Hausarzt gut gemeint, dass ein Bauchnabelpiercing meinen inneren Energiefluss negativ beeinflussen könnte. Damals schmunzelte ich und war wenige Tage später gepierct. Wenn ich einmal pflanzliche Medizin zur Genesung bei diversen Erkrankungen wie Magen-Darm oder Sinusitis bekam, war ich mir eigentlich immer sicher, dass es wirkungslos sei. Ich konnte einfach nie einen Unterschied bemerken. Auch nicht nach der längeren Einnahme von Baldrian oder Johanniskraut. Wie auch immer – meine Ansicht ist: Man muss an solche Mittel glauben. Der Glaube kann Berge versetzen, die Überzeugung kann die Selbstheilung aktivieren. Ich glaube leider nur nicht und spüre demnach auch keine Veränderungen. Wieso also sollte ich meinem Hund etwas geben, was ich selber nicht nehmen würde?

Ganz einfach – die Artikel haben mich zum Nachdenken bewegt. Vor allem Erfahrungsberichte über die spürbare Veränderung der Hunde nach regelmäßiger Einnahme der Bachblüten. Ich liebe Mia. Ich würde alles tun, um das Gefühl zu haben, dass ich sie bei ihrem Weg durchs Leben bestmöglich unterstütze. Also war es plötzlich einen Versuch wert – denn wie es bei homöopathischen Mitteln so schön ist: Im schlimmsten Fall wirken sie nicht, aber richten keinesfalls Schaden an. Ich habe mich also weiter eingelesen, habe gestaunt über die große Anzahl der Bachblütenmischungen. Ich beschloss, dass ich die Bachblüten Nr. 2 (Aspen, gegen Unsicherheit und Angst) besorgen würde. Abermals war ich skeptisch – was war an diesen Bachblüten so besonders? Wie konnten verschiedene Zusammensetzungen so viele negative Zustände verbessern? Wie sollten solch kleine Globuli irgendeinen Effekt haben? Na egal, ich kaufte sie also. Und ich begann, Mia die Globuli zu verabreichen. Entweder aufgelöst in ihrem Trinkwasser oder mit etwas Frischkäse, Quark oder Leberwurst vermischt. 2x am Tag, ca. 12 Globuli.

Gestern hatten wir einen Termin, der uns nach der Begegnung mit dem Schützenverein von vor zwei Wochen nervös machte. Und zwar waren wir zu einem Treffen eingeladen, zu dem mehrere Personen kamen, die wir bislang teilweise nur aus dem Teamspeak oder von WhatsApp kannten. Andere kannten wir bereits persönlich, aber Mia kannte höchstens vier dieser Personen. Das Treffen fand bei unseren Freunden in Duisburg statt. Netterweise stellten sie ihr Haus und ihren Garten zur Verfügung. Eigentlich stand für uns fest, dass Mia den Abend bei einem Familienmitglied verweilen sollte. Leider war jeder aus der Familie verhindert. Also hatten wir die Wahl – Mia für eine ungewisse Stundenzahl alleine zuhause lassen oder sie zu dem Treffen mitnehmen. Wir überlegten hin und her – letztendlich entschieden wir uns aber dazu, sie mitzunehmen. Es gibt eigentlich nichts schöneres, als wenn Mia bei Gesellschaften willkommen ist und bei uns sein darf.

Wir fuhren also abends zu dem Treffen. Als wir an dem Haus ankamen, stellten wir fest, dass wir die letzten waren. Im Garten saßen bereits ca. 12 Personen. Der Garten ist nicht außerordentlich groß und es standen drei Biertische mit jeweils zwei Bierbänken darin. Sprich, es war relativ wenig Platz zum Flüchten oder Toben.

Ich war selber nervös, wieder einmal spürte ich die Aufregung vor der Begegnung mit vielen Personen. Wir betraten also den Garten, Mia ohne Leine. Und dann die Überraschung: Sie wuffte 1-2x leise, dann rannte sie herum und beschnupperte die Menschen. Oh, und sie ließ sich anfassen und streicheln. Egal ob Mann oder Frau, egal ob bekannt oder unbekannt. Ihr Verhalten war so anders – so offen und neugierig. Ich konnte also selber unbesorgt alle Personen begrüßen und mich ziemlich schnell der Gesellschaft anschließen, ohne Sorge um Mia haben zu müssen. Es gelang sowohl Ole als auch mir, uns auf die Menschen zu konzentrieren. Mia lief herum, schnupperte alles ab und ließ sich hier und da streicheln. Und ich war innerlich so dankbar und stolz. Sowohl auf meine so tolle Hündin, als auch auf die ganzen Menschen, die so offen und herzlich waren und Mia so gut annahmen.

Am Abend kam es einmal zu einem kleinen „Vorfall“. Mia bellte das erste Mal laut und schnell auf, als einer der Männer nach einem Toilettengang wieder vom Haus in den Garten lief. Aus irgendeinem Grund schlug Mia an, als er den Garten erneut betrat. Er löste das jedoch sehr gut und lockte Mia zu sich, streichelte sie und kurz darauf war sie wieder entspannt. Das kleine Kind der Gastgeber war jedoch erschrocken und weinte los. Danach passierte es noch 2-3x, dass Mia jedes Mal losbellte, wenn jemand an die Scheibe klopfte. Ole ging ins Haus hinein, ich nahm Mia an die Leine und lief mit ihr durch den Garten. Ole klopfte auf mein Zeichen hin an die Scheibe und als Mia reagieren wollte, gab ich ihr einen kleinen Leinenimpuls mit Zischlaut, bevor ich mit ihr weiterlief. Das wiederholten wir einige Male, bis Mia auch auf Klopfzeichen entspannt blieb. Einige Gäste zeigten sich interessiert an dem Training und wir verwickelten uns daraufhin in ausführliche Trainingsgespräche. Bei Mia hatte es Wirkung gezeigt – den Rest des Abends war sie einfach nur noch perfekt. Sie blieb entspannt, spielte zwischendurch vor dem Haus Stöckchen mit den Gästen, sie lief zwischen den Beinen herum oder legte sich ab und schlief zwischen all den Besuchern ein.

Letztendlich konnten wir bis spät in der Nacht bleiben, weil Mia einfach entspannt und zufrieden zwischen uns schlief. Besonders positiv fand ich, dass Ole und ich entspannt waren, dass wir nicht andauernd nach ihr schauten, sondern einfach im Vertrauen wussten: Es war alles gut und wir konnten Mia einfach Mia sein lassen.

Und ehrlich gesagt war ich so begeistert und überrascht, dass ich mich leise fragte: Waren das die Bachblüten? Oder war es der Umstand, dass Mia die Gastgeber und den Garten bereits gut kannte? Aber auch wenn sie den Garten kannte, sie war so offen und freundlich zu all den fremden Menschen, wie ich es mir niemals erträumt hätte. Eigentlich ist es ja egal. Fakt ist, es war perfekt für uns!

Und heute war einfach Zeit für Entspannung und Erholung nach dem aufregenden, jedoch schönen und erfolgreichen Abend.

Mia durfte natürlich ihrer Ball-Liebe nachkommen. Sie hat immer diesen Blick, wenn man den Ball erhebt. Man könnte meinen, sie würde strahlen vor Freude.

Aber natürlich durften wir auch unser Training nicht vernachlässigen. Heute musste das Hinsetzen ausreichen. Mir sind mehrere Fotos gelungen, auf denen man Mias Stadien der Entspannung erkennen kann.

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Stadium 1 – Zunächst liegt Mia mit aufgestellten Hinterbeinen – aufsprungbereit! Sie schaut sich viel um und hat alles im Blick.
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Stadium 2 – Leider sehr verschwommen. Aber es geht um die Körperhaltung. Mia hat sich „richtig“ abgelegt, die Hinterbeine seitlich ausgestreckt. Sie schaut nicht mehr so wild in der Gegend herum.
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Stadium 3 – Mia knickt eine der Vorderpfoten ein – eine entspannte Liegeposition. Sie fühlt sich sicher und wartet höchstens noch darauf, dass der Spaziergang weitergeht.
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Stadium 4 – Mia legt den Kopf entspannt ab. Reize (wie den Mann im Hintergrund) sind ihr egal. Das Nonplusultra wäre, wenn sie sich auf die Seite legt. Das ist bislang jedoch erst 2x passiert!

Zu Beginn war es undenkbar, dass Mia jemals den Kopf ablegen würde. Mittlerweile schafft sie es. Die Intervalle der Entspannungsphasen verkürzen sich zunehmend. Es lohnt sich also weiter, dran zu bleiben. Es ist wichtig für Mia, Reize auf Distanz zu mir auszuhalten und zu lernen, dass sie entspannen kann.

So, dies war mein Wochenrückblick. Heute Nacht oder Morgen früh werden wir die lange Autoreise nach Greifswald antreten. Ich bin sicher, dass ich in der kommenden Woche mehr Zeit für schöne Fotos und Texte habe. Dann gibt es hoffentlich auch wieder viele spannende und schöne Dinge zu berichten. 🙂

 

 

 

23 Kommentare zu „Wochenrückblick 17.07. – 23.07. Bachblüten wirken nicht – oder etwa doch?

      1. Schon klar. Ich bin ja nicht wahnsinnig 😉 Ja, das war leider eine sehr ungünstige Mischung aus Schokolade und Alkohol. Zum Glück kamen wir aber rechtzeitig nach Hause und waren dann auch schnell genug beim Arzt. So etwas passiert einem auch nur 1x im Leben, dass man irgendwas nicht richtig sicher weggeräumt hat.

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  1. Das war ja ein tolles Erlebnis 🙂
    Ich glaube schon an die Wirkung von Bachblüten (auch wenn Johanniskraut und Co bei mir null Wirkung haben…), man sollte nur vielleicht nicht zu viel davon erwarten, es ist eben eine Unterstützung und wenn man selbst daran glaubt, ist man auch entspannter, was wiederum eine positive Wirkung hat. Sozusagen doppelt positiver Effekt.

    Sehr schön eingefangen deine Bilder, wie entspannt sie wirkt. Mit Anežka muss ich das auch unbedingt mehr trainieren. Sie bleibt zwar ziemlich entspannt allein zurück, aber sie mag nicht wirklich liegen… 😔

    Ich wünsche dir eine gute Fahrt, einen wunderschönen Urlaub und hoffe auf viele tolle Berichte ☺

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    1. Wir werden auf jeden Fall weiter Bachblüten geben, weiter trainieren und beobachten. Ja, anfangs mussten wir über eine Stunde warten bis Mia sich hingelegt hat. Mittlerweile legt sie sich beinahe sofort hin und nach wenigen Minuten wirkt sie dann entspannt. Vielen vielen Dank 😊☺

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    1. Find ich super, dass du das ähnlich siehst. Falls du dich auch dazu entscheidest das mal zu testen würde ich mich sehr über deine Erfahrungen freuen! Da ist es glatt interessanter als bei Menschen die von vornherein überzeugt sind 😉

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    1. Jaa sie ist wirklich hübsch. Manchmal ein Laster weil viele denken oh wie süß und freundlich und dann auf sie zusteuern was ihr dann ja meistens Angst macht. Erst gestern wieder passiert 😉 Hmm also ich kenne ein paar die lassen den Ball grundsätzlich links liegen oder zerkauen ihn genüsslich aber stimmt, für viele Hunde sind Bälle was ganz großes 😄

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  2. Bei Miranda wirken Bachblüten sehr gut. Die Rescue-Tropfen haben uns so manches Mal mit heiler Haut, aus einer gefährlichen Situation gebracht. Und das hat nix mit Glauben zu tun. Miranda (Hannoveraner Stute) kann nicht an die Wirkung der Tropfen glauben. Bei ihr wirken die Tropfen aber sofort.
    LG Susanne

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    1. Eben, deswegen dachten wir auch dass wir es für sie mal versuchen ☺ stimmt, die Rescue Tropfen anstatt der globuli könnten wir auch nochmal testen. Ich werde es weiter beobachten Und ggf. berichten 😃

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  3. Ich kann mich Susanne nur anschließen. Besonders bei Diego haben Bachblüten schon sehr gute Dienste getan und Shaman bekommt seit Jahren unterstützend homöopathische Mittel.

    Aus persönlicher Erfahrung ist für mich die Schulmedizin Fluch und Segen zugleich. Hätte ich die alternative Medizin nicht, würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr hier stehen. Mich hat die Schulmedizin, vor allem die chemischen Medikamente, krank und fett gemacht. Anstatt zu helfen wurden die Nebenwirkungen immer schlimmer. Dennoch verteufel ich sie nicht. Man muss immer Nutzen und mögliche Schäden individuell abwägen. Und beides lässt sich wunderbar miteinander verbinden. Ich bin Kundalini-Reiki Meisterin/ Lehrerin und habe damit nicht nur vielen Menschen sondern auch Tieren helfen können. Man muss nicht daran glauben, aber offen sein sollte man. Was vergibt man sich, wenn man es probiert? Nichts! 😀 Natürlich fällt es leichter zu glauben, wenn man es selbst erfahren hat.

    Ich bin sehr froh, dass unsere TÄ auch alternativ arbeitet. Ob sie dafür von anderen belächelt oder lächerlich gemacht wird interessiert weder sie noch uns. Denn am Ende hatte sie doch immer recht und wir konnten unseren Tieren viel schonender helfen und vor allem die Ursache beseitigen anstatt nur an den Symptomen rumzudoktern.

    Dann wünsche ich schon mal einen schönen Urlaub 🙂

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    1. Ist auch super interessant, mal die „andere Seite“ zu lesen. Stimmt, die Schulmedizin ist nicht immer zu unterschätzen was Risiken und Nebenwirkungen angeht. Wir bleiben auf jeden Fall mal an den Bachblüten dran 😊

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