Aus unserem Leben

Fragen und Aussagen selbsternannter Hundeexperten – Teil 2

Hallo ihr Lieben,

Wie versprochen habe ich noch weitere Fragen und Aussagen parat, die im täglichen Leben mit Mia und uns für Ärger/Aufreger sorgen.

1. Ist das ein Junge oder ein Mädchen?

Diese Frage wird mir häufig gestellt und ist zugegebenermaßen ähnlich wie „kann mein Hund mal Hallo sagen?“ Aber diese Frage finde ich beinahe noch aufdringlicher. Sie impliziert, dass der andere Hundebesitzer entscheiden darf, ob sein Hund Kontakt aufnehmen darf oder nicht. Wenn das Geschlecht für seinen Hund passend ist, dann könnte die Begegnung reibungslos verlaufen. Gott sei Dank haben wir mit Mia keine solche Schwierigkeiten. Sie versteht sich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen. Aber wenn wir gerade im Training sind, dann ist es egal ob Mia ein Rüde oder eine Hündin ist. Sie soll in diesem Moment bei mir sein und nicht bei dem anderen Hund. Meine anfängliche Antwort „Sie ist eine Hündin aber… (wir trainieren gerade) wurde schon häufig übergangen. Schon nach meinem „Hündin“ stand der andere Hund meistens schon an ihr dran. Deswegen sage ich mittlerweile nur noch:“Egal, wir trainieren gerade“. Klingt bestimmt arrogant, aber anders hat es mir meistens nicht geholfen…

2. Ist ja schön, dass Sie den Kot aufheben. Aber ich kacke Ihnen ja auch nicht ins Wohnzimmer und hebe es dann auf.

Häh? Ja, so wurde mir das tatsächlich gesagt. Und zwar nicht in einem Garten, natürlich nicht. Dort lasse ich Mia gar nicht machen. Dies sagte mir ein Mann, als Mia ihr Geschäft auf einer öffentlichen Grünfläche an der Straße verrichtete und ich meinen Kotbeutel zückte. Diese Aussage hat mich ziemlich sprachlos gemacht und beschäftigt mich jetzt noch. Wenn der Hund dort nicht machen darf, wo dann? Wahrscheinlich der typische Fall von Hundehasser…

3. Sie müssen den Hund spielen lassen. Die muss sich auch an andere Hunde gewöhnen.

Natürlich darf Mia auch mit anderen Hunden ausgelassen toben und spielen. Aber dann, wenn wir es entscheiden und bestimmt nicht während des Trainings. Wir können uns glücklich schätzen, dass Mia in Bezug auf Hunde ein gut sozialisierter Hund ist. Natürlich verlernt sie den Umfang mit Hunden nicht, den sie in der Prägephase erlernt hat, auch wenn wir mal konsequent und abseits von Hunden trainieren.

4. Die hat den Schwanz ja eingezogen. Die ist traurig. Die möchte bestimmt mal gestreichelt werden.

Liebe Leute, ich verbiete nicht aus Boshaftigkeit den Körperkontakt zu meinem Hund. Und nein, wenn sie den Schwanz eingeklemmt hat, ist sie ängstlich wegen dir oder wegen irgendeinem anderen Reiz in dieser Situation. Das letzte was sie möchte, ist in solchen Momenten von jemandem Fremden angefasst zu werden. Der Versuch hätte zur Folge, dass sie knurrt, bellt, flieht oder sich unterwirft. Das kann ich ganz einfach verhindern, indem ich meinen Hund schütze und ihn in diesem Moment bei mir halte.

5. Die ist aber noch ganz jung, oder!?

Okay, ich muss zugeben. Das regt uns jetzt nicht wirklich auf. Es ist eher niedlichund lustig. Mia mit ihren fast 3 Jahren wird eigentlich regelmäßig von Fremden für einen Junghund gehalten. Das liegt einerseits an ihrem extrem tapsigen und tollpatschigen Auftreten und ihrer Art, das Gesicht in Falten zu ziehen. Außerdem bekommt sie schnell mal ihre 5 Minuten, klemmt den Schwanz und rennt in ewigen aufgedrehten Runden um alle herum. Hebt Stöckchen auf und springt herum. Meistens sorgt es für ungläubige Blicke, wenn ich dann Mias Alter nenne. In ihrem Kopf ist Mia eindeutig noch ein Welpe!

22 Kommentare zu „Fragen und Aussagen selbsternannter Hundeexperten – Teil 2

      1. und solchen typen wie NUMMER 2 … kann man(n) nur mit körperlicher gewalt beikommen …

        einfach die ganze dumme scheiße aus dem hirnlosen schädel prügeln … und dann fragen … warum er da so rumsaut …

        diese sorte arschgeigen … machen sich keine gedanken darüber … dass sie mit ihrem schwachsinn … anständigen menschen den tag versauen …

        ohne spaß … ich habe bei ähnlichen gelegeenheiten … diese HIRNIS verbal so gedemütigt … dass sie sich wahrscheinlich gewünscht haben … ich hätte sie verprügelt …

        könnte heute noch kotzen … und kann mir vorstellen … wie du dich bei sowas fühlst …

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      2. Ja , ich weiß ja manchmal nicht ob gedemütigtes Schweigen oder Offensive die Probleme besser löst 😉 manche suchen ja auch nur einen Grund zum streiten und da bin ich nicht der Typ für!

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  1. Die Frage nach Junge oder Mädchen wird uns tatsächlich selten gestellt. Selbsternannte Hundeexperten sehen nämlich häufig auf den ersten Blick, dass Kalle ein Mädchen ist. 😉

    Der Kommentar, ich müsse meinen Hund mit anderen spielen lassen, ärgert mich immer besonders. Es gibt nämlich tatsächlich Hunde, die nicht gerne mit anderen spielen. Auch wenn sie mit dem Schwanz wedeln. Das bedeutet nämlich immer noch nicht zwangsläufig, dass ein Hund sich freut…

    Wie schön, dass ich nicht die Einzige bin, die sich da hin und wieder aufregt. 🙂

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  2. Mit drei Jahren waren ja meine Zwerge noch mitten im „Welpen-Modus“, bei so einem großen Hund dauert es ja meist noch länger *gg* Diego wird gerne für einen ganz alten Hund gehalten, weil er so eine weiß-stichelhaarige Maske hat. Die kommt aber nur durch das Erbe vom Alaskan-Malamute! 😀

    Auf die Frage nach dem Geschlecht bzw. wenn der andere Halter dann sowas sagt wie „Ich hab ne Hündin, die wird für ihren Rüden wohl kein Problem sein“ – entgegne ich nur noch: Das werden wir daran erkennen wie fest er gleich zu beißt .. 😉 Egal ob fremde Hände oder Hunde, ohne Erlaubnis hat keiner was an ihnen zu suchen.

    Solche Menschen kann man nur mit dem Kopf voran in die volle Tüte stecken. Da gehört der Mist den sie von sich geben auch hin! (Nummer 2)

    Liebe Grüße

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      1. Wer total unkomplizierte Hunde hat die sich über alles und jeden freuen und immer fröhlich dabei sind, werden das wohl nicht kennen 😀 Aber wir… mit unseren speziellen Fellnasen… 😀 Nur solche Spezies wie Nummer 2 kriegt wohl jeder Hundehalter ab und an ab 😉

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  3. Bei uns heißt es, „Das ist bestimmt ein Mädchen, wegen dem Zopf. Wie niedlich…“

    Es kann ja niemand wissen, aber es handelt sich um den Tibetischen Jungenzopf und er dient Sockes Kommunikation und nicht der Niedlichkeit…..

    Aber ich versuche immer freundlich zu bleiben, erkläre, dass Socke nicht gerne mit anderen Hunden spielt, aber dennoch sozialverträglich ist und lieber an der Leine läuft, weil sie ihr Sicherheit gibt….

    Also, auch hier immer wieder dieselben Fragen und der ehrliche Versuch sie immer höflich zu beantworten….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  4. Ich hatte einen Pudel-Schnauzer-Mischling, einen Wildwuschelfugazi ohne Hoffnung auf Rassenzuordnung, einen Irischen Setter und einen Dobermann-Husky-Mischling.
    Die obigen Fragen, außer Nummer 2, habe ich alle gehört. Jahrzehntelang.
    Ich habe gelernt, das ist Smalltalk. Internationer Smalltalk übrigens, die Fragen sind überall gleich.

    Ich kann noch Erweiterungen anbieten, die der Dobermann zu bieten hatte:
    Beißt der? Ist der gefährlich? Ist der stumm, der bellt ja gar nicht!

    Nun werden solche Fragen von Menschen gestellt, die meistens keinen blassen Schimmer von Hunden haben. Da muss man freundlich bleiben, dann bleiben sie einem gewogen.

    Und man sollte sich vor der Familienplanung im Klaren darüber sein, dass in jedem Mütterforum das Gejammer über die immer gleichen Fragen zu Windeln, Essverhalten und Verdauung gestellt werden.

    Prinzipiell sollte man sich freuen keine Katze zu haben oder dies wenigstens geheimhalten. Denn die ver“§$!$§$ Witze über Dosenöffner und stundenlange Erzählungen in die Richtung erzeugen bei mir Brechreiz.

    Am Ende: es macht viel mehr Spaß an die lustigen Geschichten zu denken und sich für die paar doofen Standardfragen einfach Standardantworten zurechtlegen 🙂

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    1. Hast recht, das ist meistens nicht mehr als smalltalk um ein Gespräch zu beginnen. Solange es freundlich bleibt, habe ich auch eine Engelsgeduld und beantworte gerne immer wieder die üblichen Fragen 😊 wenn es aber dazu führt, dass ein Hund unerlaubt zu meinem gelassen wird etc dann ist das schon sehr ärgerlich 😉 zum Glück gibt es meistens mehr positive Geschichten als solche 😀

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